Tag 78 – die Lavahöhlen

5. November

Gerade noch rechtzeitig kamen wir zu unserer Tour durch die Undara Lava Tubes. Wir hatten Glück und haben einen sehr guten Reiseführer bekommen, man hat richtig gemerkt, dass er für die Geologie lebt und somit hatten wir eine echt geniale Führung, die  ihr Geld auch wert war. Und eine halbe Stunde haben wir auch noch umsonst bekommen. 😀
Die Lavahöhlen haben ein sehr interessantes Muster an den Wänden und der Decke. Außerdem sind sie sogar auf Satellitenbildern zu sehen. Möglich ist dies durch Buschfeuer. Und bevor der Letzte von euch denkt HÄÄ!!!, will ich die Sache mal erklären:

  • Also, Buschfeuer haben mit der Zeit den hier eigentlich vorhandenen Regenwald zerstört. Da dieser sich nicht sehr gut vom Feuer erholt, ist so mit die Zeit die heutige Savannenlandschaft entstanden – das hat ausnahmsweise mal nicht Homo sapiens verbrochen.
  • An den Stellen, an denen die Lavahöhlen eingestürzt sind, ist natürlich der Regenwald mit in das so entstandene Loch gefallen.
  • Und  jetzt muss man nur noch wissen, dass sich die Feuer nicht nach unten ausbreiten.

Wenn man sich nun das Satellitenbild anschaut, erkennt man dunkelgrüne Flecken in der hellgrünen Fläche, das ist der Regenwald, der in den Löchern der Lavahöhlen die Buschfeuer überlebt hat und damit nicht in Savanne verwandelt wurde.

Satalitenbild von Google Maps

Und für alle die sich fragen warum Buschfeuer dafür sorgt das eine Savanne entsteht:  Eine Savanne hat kein Problem mit Feuer, ganz im Gegenteil, sie braucht das Feuer für ihre Existenz. Da weitere Erklärungen viel zu weit führen würden, bin ich so frei und verweise euch auf Wikipedia. 😉 Und für alle die sich noch mehr für die längste Lavaröhre der Welt interessieren noch ein Link. 😉

So, nun aber weiter mit den Erlebnissen des Tages, sonst wird hier noch ein Wissenschaftsblog draus. großes Grinsen
Nachdem wir noch ein wenig das Internet zur Kommunikation genutzt hatten – an der Stelle mal Grüße an Johannes, viel Spaß in Südostasien 🙂 – ging es zum „Kalkani Crater„. Vom Kraterrand des Vulkans a. D. hatte man einen schönen Blick über die Savanne und konnte,  mit dem neu erworbenen Wissen über die Enttarnung der Lavahöhleneingänge, auch den Verlauf des Lavastroms erkennen. Alles in allem lehrreicher als so ziemlich jede Geostunde – wenn man von denen mit Herrn Müller mal absieht. Augenzwinkern

Zum Schlafen fanden wir diesmal einen kostenlosen „Zeltplatz“ hinter einem Motel und es gab sogar Duschen. Diese waren nicht mal schlecht und die Gestaltung der Toiletten generell war mal was anderes. Schwarz mit vielen bunten Farbspritzern. Keine schlechte Idee.
Die Tankstelle in diesem Nest sollte übrigens die Billigste auf der ganzen Reise sein, wie sich im weiteren Verlauf herausstellen sollte. Getankt hatten wir natürlich nicht, ich dachte nämlich es wird noch billiger, und fragt mich nicht warum ich nicht bei Fuel Map geschaut habe, denn Empfang hatten wir endlich mal wieder… 

Zurück gelegte Strecke:  159,1 km

  • Cairns, den 19.1.2019  14:23 EAST

Fotos des Tages.

 

Schreibe einen Kommentar