Tag 77 – Road Train erschrecken

4. November

Ich wachte mitten in der Nacht auf und nutzte deshalb die Gelegenheit die Sterne zu fotografieren. Die Milchstraße ist zwar hier um 1 Uhr schon lange hinter dem Horizont verschwunden, aber nichts desto trotz kann man ein paar schöne Fotos schießen. Nach über zwei Stunden hatte ich dann meine beiden Fotos im Kasten.  Ja richtig gelesen, zwei Stunden für zwei Bilder. Das ist das Problem wenn man eine Stunde lang belichtet, die Kamera verarbeitet dann auch eine Stunde lang. Gut das ich noch „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ mit hatte, um die Wartezeit zu überbrücken, ohne dabei einzuschlafen, das wäre nämlich bei einem Buch passiert.

Nachdem dann auch der zweite Teil der Nacht vorbei war, ging es weiter. Das angepeilte Ziel war der „Undara Volcanic NP“ in dem es  Lavahöhlen anzuschauen gab.
Auf dem Weg dorthin ist auch nichts spannendes passiert. Die braunen Schilder am Wegesrand waren eine Enttäuschung, entweder war die Attraktion ausgetrocknet oder zu weit entfernt, um nachzusehen ob sie vielleicht nicht ausgetrocknet ist. Deswegen rauschten wir konsequent in Richtung Tagesziel. Eigentlich müsste ich eher sagen, krochen wir die Berge hinauf, denn wir hatten trotz der 177PS, die der 3l V6 von Knut leistet, hier und da ein paar Problemchen die enorme Steigung zu überwinden.

Am Ziel der Träume angekommen, stellten wir fest, das wir eine Tour buchen müssen… Also meldeten wir uns für den nächsten Tag an, und nutzten für den Rest des Tages Strom und Internet der „Undara Experience“ (das ist der Veranstalter, so eine Art Ressort für reiche Rentner :D).

Bevor wir dann wiedermal auf einem einsamen Kiesplatz übernachteten – übrigens nicht alleine, wir kamen ja der Zivilisation wieder näher – machten wir noch eine Wanderung, um auch etwas von der Gegend zu sehen.

Was fehlt denn?
Richtig, der Teil in dem ich einen Road Train erschreckte. Und wie geht das? Ganz einfach, man stellt sich mit einer α77 Kamera und grünem Stativ auf einen unbeleuchteten Teil eines „Rastplatzes“ und lauert dem Road Train auf. Dieser kommt dann um die Kurve, erleuchtet alles taghell und bekommt einen riesen Schreck, weil er erst auf den zweiten Blick sieht, dass ihr eben nicht direkt auf der Straße steht – in dem Fall würde er euch nämlich einfach um nieten. 😀
Und warum das ganze? Nun die Frage stellt sich nur für die, die das Foto unter diesem Text noch nicht gesehen haben. 😉

Zurück geleckte Strecke:  308,1 km

  • Cairns, den 3.1.2019  18:13 AEST

Fotos des Tages.

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