Tag 1 – die Reise zum roten Kontinent

Naja eigentlich besteht der 1. Tag aus drei Tagen (18.8.2018 – 20.8.2018), allerdings kommt es mir so vor wie ein Tag und dieser ist noch nicht mal vorbei. Warum? Nun, gerade fliege ich mit ca. 928 km/h über die Niederlande, das heißt ich habe nicht mal die Hälfte der Strecke hinter mir. Trotzdem schreibe ich jetzt schon.

Komme ich mal zum Wesentlichen. Von Berlin Tegel nach London bin ich mit „British Airways“ geflogen. Ich muss sagen so gut bin ich noch nie geflogen, die Beinfreiheit TOP, das Personal richtig nett und auf seine britische Art lustig, am besten war aber, dass der Sitz neben mir frei war (saß am Fenster) – genau wie gerade – generell war das Flugzeug nicht voll.
Über London hing eine Wolkendecke – natürlich :D. Aber als sie durchbrochen wurde, sah ich London, leider keines der bekannten Wahrzeichen aber London hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist nicht mit Athen zu vergleichen. Versteht sich. Aber auch nicht mit Berlin. Man erkennt schon von ober die „typisch“ britischen Straßenzüge, die man kennt, wenn man einmal eine britische Serien oder Film gesehen hat.
Der Flughafen wird dem 21. Jh. auf jeden Fall gerecht, abgesehen von der völlig umständlichen WiFi-Regelung. An Freifunk kommt halt niemand ran, stimmt‘s Papa? 😉 Zwischen den Terminals fahren Busse durch schier endlose Tunnel unter den Start- bzw. Landebahnen. Besonders wenn man – wie ich – von Tegel kommt erschlagen einen die riesigen Gänge. Nach der Sicherheitskontrolle kommt man in einen gigantischen Wartebereich; es wirkte wie eine Art Stadt. An den Rändern Möglichkeiten die nicht vorhandenen Pfund los zu werden, und in der Mitte Sitzbänke zwischen 2 Sitzen zwei Steckdosen und zwei USB-Schnittstellen, um „electronic devices“ zu laden. Warum der Wartebereich so groß ist, wurde mir dann klar, als ich mitbekam, dass einfach 42 Gates existieren! Nur im Terminal 3!!
Mit einem riesigem Ding fliege ich ja auch gerade. Wer noch nicht in einem Airbus A 380-800 saß, kann die Dimensionen nur schwer nachvollziehen. Allein der Flügel ist gigantisch, man denkt nicht dass die Kiste fliegen kann. Krank!

So mittlerweile bin ich über Polen (75 km hinter der Grenze), habe schon 1136,2 km zurück gelegt und nähere mich mit ca. 897 km/h Singapur. Damit verabschiede ich mich für‘s erste und schau mal ob ich etwas schlafe, in Deutschland ist es ja gleich 0 Uhr .

 

Schlaf habe ich gefunden und ich muss sagen Qantas und British Airways sind sehr zu empfehlen, so gut bin ich noch nie geflogen. Kann auch an den insgesamt 4 Mahlzeiten liegen, die es zwischen London und Sydney gab.

Von Singapur war leider nicht viel zu sehen, der Flügel und das Wetter hatten was dagegen. Dafür wurde es interessant als ich von Sydney nach Darwin geflogen bin. Als ich in der Luft war habe ich mich sofort in die Landschaft verliebt. Am Horizont konnte man auch schon die ersten Buschfeuer erkennen. Weiter ging der Flug über das Outback, welches von bizarren Strukturen durchzogen ist, neben trockenen Flüssen prägen Staubpisten das Bild. Bevor ich in Darwin landete, sah ich wieder Buschfeuer, diesmal waren es aber mehr und Größere, die Rauchsäulen zogen bis an den Stadtrand.

Ja und nun liege ich in meinem Vierbettzimmer, endlich geduscht und muss mir jetzt überlegen wie ich an was essbares komme… irgendwie schwieriger als gedacht aber ich glaube gehört zu haben, dass es hier ein Dominos gibt, dh heute wird es Pizza geben 😀

  •  20.08.2018 17:43 Australian Central Standard Time (ACST)

 

PS: Wenn ich mich in meinem Bett bewege, könnte man denken es bricht zusammen. Pass nur auf dass du hier nicht raus fällst Maurice… 😉

9 Replies to “Tag 1 – die Reise zum roten Kontinent”

  1. Dein erster Bericht ist ja wirklich ausführlich… 😀… Toll
    Halt dich von den Buschfeuern fern, und verlieb dich nicht zu sehr… Sonst komm ich dich holen 😉😘
    Viel Spass auf deiner Reise und pass auf dich auf. Mama 🤗

    1. maurice sagt:

      Du brauchst dir keine Sorgen machen, die Buschfeuer sind so ca 300km weg. 😉

  2. Genialer 1. Bericht. 🙂
    Informativ und witzig zugleich.
    Ich drück dir beide Daumen, dass du das Schreiben in diesem Stiel durchhältst. Viel Spaß beim Verwirklichen deines Traumes.
    Dein Papa, der dich jetzt schon vermisst. 😉

    1. Naja ob die nächsten Beiträge so lang werden, kann ich nicht garantieren. Den ersten Teil habe ich ja im Flieger geschrieben und währenddessen bin ich über ganz Deutschland geflogen. 😀 ;P

  3. Großartiger 1. Bericht! Wir sind jetzt schon gespannt wie es weitergeht….
    Viel Spaß auf deinem großen Abenteuer. LG André, Nicole, Theresa, Florian und Amelie😊

    1. Danke 🙂
      und grüßt Amelie ganz lieb von mir 😉

  4. Ok mein lieber Neffe,heute habe auch ich das endlich mal gelesen)ich dachte i h war dabei-so ausführlich 😅… Leider hat sich am WE mein IPhone wieder verabschiedet u so hat Gini mir mein Spidermann geprägtes Altes zurecht gemacht-Technik eben… Ich hoffe Du hast mittlerweile Essbares gefunden u deinen ersten richtigen Tag in Australien gut gemeistert. Ich hoffe jetzt relativ regelmäßig u (fast) nur Gutes bzw Interessantes von die am anderen Ende zu hören…(bevor wir dich wieder holen und nach Neuseeland begleiten. 😘

    1. maurice sagt:

      Keine Sorge bin nicht verhungert, Dominos hat mich gerettet. 😀

    2. „Leider hat sich am WE mein IPhone wieder verabschiedet“
      Kauf dir liebe ein richtiges Smartphone. Die halten länger und können mehr 😉
      Markus, der nichts vom angebissenen Apfel hält und auf Linux schwört.

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